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Die neue Kombination Epclusa® gegen Hepatitis C ist seit nun mehr knapp einem Jahr auf dem Markt. Es enthält neben dem alten Wirkstoff Sofosbuvir (NS5B-Polymerase-inhibitor) den neuen Wirkstoff Velpatasvir. Dieser hemmt das Nichtstrukturprotein-5a, welches ebenfalls für den Replikationskomplex benötigt wird. Somit wird das Virus auf zwei Arten in seiner Vermehrung gehemmt. Velpatasvir ist hochselektiv für HCV.

Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel zwölf Wochen und die Kombination zeigt bisher kaum Resistenzentwicklung. Epclusa® ist geeignet für alle sechs Genotypen des HCV, aber mit einem Preis von ca. 66.000 € für drei Monate auch am teuersten.

Quelle:  Quelle: DAZ Beilage Neue Arzneimittel November 2016

In Flughäfen kommen jeden Tag Menschen aus allen Ländern und Kontinenten direkt oder indirekt miteinander in Kontakt. Keime mit mehrfachen Antibiotika-Resistenzen werden so global verteilt.

Forscher fanden auf Türklinken von Toilettenkabinen in Flughäfen sowohl Haut, als auch Darmkeime aus der ganzen Welt. In einer Studie wurden z.B. am Flughafen Paris multiresistente Bakterienstämme gefunden, die bisher nur in Indien bekannt sind. Besonders gefährlich sind solche Keime für immungeschwächte Menschen, bei denen schwere Infektionen hervorgerufen werden können.

Die Wissenschaftler raten besonders auf Reisen auf die Hygiene nach dem Toilettenbesuch zu achten. „Extreme Maßnahmen“, wie z.B. die Türklinke nur mit einem Stück Toilettenpapier anzufassen, die im täglichen Leben weniger sinnvoll sind, in Flughäfen durchaus ratsam.

Für den Umgang mit Alltagskeimen genügen simple Mittel aus. „Händewaschen ist die Hygienemaßnahme Nummer eins“, rät Wolfgang Dott, Professor für Hygiene und  Umweltmedizin an der RWTH Aachen.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 3734; 161 JG; 49. Ausgabe vom 8.12.2016

Mit Zepatier™ von MSD gibt es ein neues Kombinationsarzneimittel, welches bei einmal täglicher Gabe und einer Therapiedauer von 12 Wochen bei den Genotypen eins und vier hochwirksam ist. Dieses enthält den NS5A-Inhibitor Elbasvir und den NS3/4A-Protease Inhibitor Grazoprevir. Beide greifen in den Replikationsmechanismus des Virus ein, wodurch dieses in essentiellen Funktionen gestört wird.

Die Erfolgsquote liegt bei 95%. Außerdem kann Zepatier™ auch bei schlechter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) eingesetzt werden. Zwar ist es nur gegen zwei Genotypen wirksam, doch Genotyp eins ist in Deutschland mit ca. 78% am häufigsten vertreten. Somit stellt es eine Alternative gegenüber dem teureren Harvoni® (wirksam bei den Genotypen eins bis sechs) dar.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung: Neue Fixkombi für Genotyp 1 und 4 (Ausgabe 36/2016), Onvista: Europäische Kommission erteilt MSD Marktzulassung für Zepatier™ zur Behandlung von chronischer Hepatitis-C-Infektion