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Gesundheits-Apps für das Handy oder Tablet versprechen schon jetzt unzählige Möglichkeiten. Von der Dokumentation des Fitnesslevels, des Blutdrucks oder Blutzuckers und des Gewichts über virtuelle Fitnessstudios, Vorsorge- und Impf-Erinnerungen, bis hin zu Pulsmessungen über die Handykamera oder sogar Krankheits-Diagnosen, um nur einen kleinen Teil des vielfältigen Angebots zu nennen.


Es gibt auch zahlreiche, speziell für HIV oder Hepatitis-Patienten entwickelte Programme. Darin kann man sich zum Beispiel über seine Erkrankung, die Therapie oder Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der verfügbaren Medikamente informieren, sich regelmäßig an die Tabletteneinnahme erinnern lassen, Tagebuch über die Viruslast führen oder andere Betroff ene kennen lernen.

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse nutzen bereits ein Fünftel der Deutschen Medizin- und Gesundheits-Apps. Viele dieser Programme sind nützlich und in der Lage den selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Umgang mit der Gesundheit zu stärken. Andere Programme beziehen sich leider auf zweifelhafte Quellen oder geben diese gar nicht an. Außerdem ist Datenschutz ein wichtiges Thema. Manche Anwendungen sind mehr an den eingegebenen Gesundheits-, Sozial- oder Standort-Daten der Nutzer interessiert, um z.B. personalisierte Werbung zu erstellen, als dass sie dem Anwender einen gesundheitlichen Nutzen bringen. Eine Studie der Universität Freiburg bestätigt diesen Verdacht. Die Bundesregierung und die EU setzen sich zwar für eine bessere Kontrolle ein, fl ächendeckend wird diese aber kaum realisierbar sein.

Eine seriöse App sollte immer eine Datenschutzerklärung enthalten. Wenn sie unsicher sind, ob die Anwendungen die sie selber nutzen seriös sind oder doch zweifelhafte oder schlicht falsche Informationen enthalten, fragen sie ihren Arzt oder Apotheker!


www.sueddeutsche.de,www. aertezeitung.de, IKKclassic (pw)

Bereits seit den Ergebnissen der SMART-Studie im Jahr 2006 ist bekannt, dass Therapiepausen schädlich sind. 2011 belegte die HPTN052-Studie, dass eine frühe Therapie nicht nur Erkrankungen reduziert, sondern auch den HIV-negativen Partner schützt.
Nun ist mit der START-Studie in diesem Jahr auf wissenschaftlich höchstem Niveau belegt, dass eine frühe Therapie klar und deutlich besser ist als eine abwartende Haltung.

Die START-Studie (Strategic Timing of Antiretroviral Treatment) wurde ab März 2011 in 35 Ländern an 215 Standorten durchgeführt und konnte nun ein Jahr vor geplantem Ende abgebrochen werden, da bereits Zwischenauswertungen erwiesen haben, dass bei einem Therapiebeginn über 500 Helferzellen/mm³ eindeutig bessere Behandlungsergebnisse erzielt werden. Teilgenommen hatten weltweit 4.685 Männer und Frauen, die bis dahin noch keine antiretrovirale Therapie genommen hatten und deren CD4-Zellzahlen über 500 lagen.

Bei einem späteren ART-Start (Werte um 350 Helferzellen) zeigte sich, dass doppelt so viele Aids-defi nierenden Erkrankungen und weitere schwerwiegende Erkrankungen, wie z.B. Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen, sowie Todesfälle auftraten, da die Funktion des Immunsystems bereits bei weniger als 500-350 CD4-Zellen als eingeschränkt gilt. In der Gruppe mit späterem Therapiebeginn seien 86 solcher schwerwiegender Fälle registriert worden, bei den früher Behandelten lediglich 41. Die frühzeitige Behandlung sorge außerdem durch eine reduzierte Viruslast dafür, dass das Risiko einer HIV-Übertragung verringert werde.

Durch die Ergebnisse der START-Studie, ist es jetzt an der Zeit die Leitlinien weltweit anzupassen. In der Zukunft wird es das Ziel sein, die HIV-Infektion frühzeitig zu erkennen, damit ein optimaler Therapiestart erfolgen kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt bereits den Beginn einer ART bei einer CD4- Zahl von 500. Bei einigen nationalen Leitlinien, zum Beispiel der britischen HIV Association und der deutschen AIDS-Gesellschaft, liegt die Grenze bei einigen Patientengruppen noch bei 350.

Quelle: www.aidshilfe. de (ns, pw)

Die altersbedingte Makula-Degeneration ist eine der schwersten Sehstörungen, die in höherem Alter auftritt. Zunächst kommt es zu Ablagerungen in der Netzhaut, die als auch als Drusen bezeichnet werden und sich im weiteren Verlauf der Erkrankung weiter vermehren. Es gibt unterschiedliche Entwicklungen der Erkrankung, die dann folgen können.

Bei der feuchten Form der AMD kommt es zu Schädigungen der Netzhaut durch Gefäßeinsprossungen und Blutungen. Im Verlauf der trockenen AMD kommt es zur Auflösung der Netzhaut. Im Endstadium kommt es dann meist zur Erblindung des Patienten.

In einer amerikanischen Studie wurde nun festgestellt, dass bei HIV-Patienten im Vergleich zum Nichterkrankten viermal häufiger Läsionen der Netzhaut vorhanden sind im entsprechenden Alter der Patienten. Daraus entsteht die Befürchtung, dass viele HIV-Patienten im höheren Alter unter schweren Sehstörungen leiden könnten.

Zur Untersuchung des Zusammenhangs der chronischen HIV-Infektion und der Entstehung einer AMD wurde in Amerika eine Studie mit 1825 Teilnehmer durchgeführt in den Zeitraum von 1998 bis 2011 in 19 verschiedenen Standorten.

Bei der Untersuchung der Augenhintergründe der Patienten wurde gezeigt dass bei HIV-Erkrankten eine AMD häufiger auftreten kann. Es gibt aber keine Hinweise, dass die Behandlung mit den eingesetzten antiretroviralen Medikamenten für eine beschleunigte Entwicklung der AMD verantwortlich ist, laut dem Ophthalmologen Jabs. Er sieht die Ursache darin, dass trotz der eingenommenen Medikamente eine unterschwellige Immunschwäche besteht und diese die Entstehung der Drusen fördert.

Quelle: aertzeblatt.de(pw)