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Die altersbedingte Makula-Degeneration ist eine der schwersten Sehstörungen, die in höherem Alter auftritt. Zunächst kommt es zu Ablagerungen in der Netzhaut, die als auch als Drusen bezeichnet werden und sich im weiteren Verlauf der Erkrankung weiter vermehren. Es gibt unterschiedliche Entwicklungen der Erkrankung, die dann folgen können.

Bei der feuchten Form der AMD kommt es zu Schädigungen der Netzhaut durch Gefäßeinsprossungen und Blutungen. Im Verlauf der trockenen AMD kommt es zur Auflösung der Netzhaut. Im Endstadium kommt es dann meist zur Erblindung des Patienten.

In einer amerikanischen Studie wurde nun festgestellt, dass bei HIV-Patienten im Vergleich zum Nichterkrankten viermal häufiger Läsionen der Netzhaut vorhanden sind im entsprechenden Alter der Patienten. Daraus entsteht die Befürchtung, dass viele HIV-Patienten im höheren Alter unter schweren Sehstörungen leiden könnten.

Zur Untersuchung des Zusammenhangs der chronischen HIV-Infektion und der Entstehung einer AMD wurde in Amerika eine Studie mit 1825 Teilnehmer durchgeführt in den Zeitraum von 1998 bis 2011 in 19 verschiedenen Standorten.

Bei der Untersuchung der Augenhintergründe der Patienten wurde gezeigt dass bei HIV-Erkrankten eine AMD häufiger auftreten kann. Es gibt aber keine Hinweise, dass die Behandlung mit den eingesetzten antiretroviralen Medikamenten für eine beschleunigte Entwicklung der AMD verantwortlich ist, laut dem Ophthalmologen Jabs. Er sieht die Ursache darin, dass trotz der eingenommenen Medikamente eine unterschwellige Immunschwäche besteht und diese die Entstehung der Drusen fördert.

Quelle: aertzeblatt.de(pw)

Ab dem 1. Juni 2015 bietet die Firma MSD das Präparat Isentress® (Wirkstoff: Raltegravir) auch in einer 3-Monatspackung an.

Bei Patienten die dauerhaft mit Isentress® behandelt werden, können „180 Filmtabletten“ auf dem Rezept vom Arzt verordnet werden. Dadurch können sowohl Arztbesuche, aber auch Rezeptgebühren eingespart werden.
Die 3-Monatspackung ist erstattungsfähig.

Quelle: www.aidshilfe.de

Zum ersten Mal wurden Antikörper gegen HIV erfolgreich beim Menschen getestet. Dazu wurden die entsprechenden Virus-Antikörper von Menschen, die eine natürliche Immunität gegen HIV besitzen sog. Controller, isoliert. Diese sollen das Eindringen der Viruszellen in die menschliche Wirtszelle verhindern.

Generell sind Antikörper gegen das Virus sehr schwer zu ermitteln, da der Erreger sehr häufig seine äußere Struktur ändert. Lediglich die so genannte CD4-Bindungsstelle, die für die Bindungen des Virus an den Wirt verantwortlich ist, ändert sich wenig bzw. selten. Durch diese Art der Therapie wird neben der Blockade der Vermehrung auch das Immunsystem dazu angeregt die HIV-Viren abzutöten.

Eine zusätzliche Besonderheit der Antikörper liegt zudem daran, dass sie bei ca. 80-90 % der HIV-Stämme wirksam sind und bei der Injektion auch kaum Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Man muss allerdings sagen, dass eine reine Impfung ohne weitere medikamentöse Therapie nicht ausreicht, um die Viruslast dauerhaft zu senken. Ein weiteres Forschungsziel besteht also darin einen Impfstoff zu entwickeln, der das eigene Immunsystem sofort und ständig dazu bringt selbst Antikörper zu bilden, um die Viren abzutöten. Dies kann allerdings noch Jahre in Anspruch nehmen.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/ (bl)