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Ab dem 1. Juni 2015 bietet die Firma MSD das Präparat Isentress® (Wirkstoff: Raltegravir) auch in einer 3-Monatspackung an.

Bei Patienten die dauerhaft mit Isentress® behandelt werden, können „180 Filmtabletten“ auf dem Rezept vom Arzt verordnet werden. Dadurch können sowohl Arztbesuche, aber auch Rezeptgebühren eingespart werden.
Die 3-Monatspackung ist erstattungsfähig.

Quelle: www.aidshilfe.de

Zum ersten Mal wurden Antikörper gegen HIV erfolgreich beim Menschen getestet. Dazu wurden die entsprechenden Virus-Antikörper von Menschen, die eine natürliche Immunität gegen HIV besitzen sog. Controller, isoliert. Diese sollen das Eindringen der Viruszellen in die menschliche Wirtszelle verhindern.

Generell sind Antikörper gegen das Virus sehr schwer zu ermitteln, da der Erreger sehr häufig seine äußere Struktur ändert. Lediglich die so genannte CD4-Bindungsstelle, die für die Bindungen des Virus an den Wirt verantwortlich ist, ändert sich wenig bzw. selten. Durch diese Art der Therapie wird neben der Blockade der Vermehrung auch das Immunsystem dazu angeregt die HIV-Viren abzutöten.

Eine zusätzliche Besonderheit der Antikörper liegt zudem daran, dass sie bei ca. 80-90 % der HIV-Stämme wirksam sind und bei der Injektion auch kaum Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Man muss allerdings sagen, dass eine reine Impfung ohne weitere medikamentöse Therapie nicht ausreicht, um die Viruslast dauerhaft zu senken. Ein weiteres Forschungsziel besteht also darin einen Impfstoff zu entwickeln, der das eigene Immunsystem sofort und ständig dazu bringt selbst Antikörper zu bilden, um die Viren abzutöten. Dies kann allerdings noch Jahre in Anspruch nehmen.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/ (bl)

Die Deutsche AIDS-Hilfe hat ein einmaliges Projekt auf die Beine gestellt: erfahrene HIV-Positive unterstützen Menschen mit einer frischen HIV-Diagnose.

Das unter dem Namen „Sprungbrett“ laufende Projekt beruht auf dem Prinzip, dass einer Person, die gerade von ihrer Infektion erfahren hat, einen sogenannten „Buddy“ (engl. Kumpel) zur Seite gestellt bekommt, die sie sich über das Internet selber aussuchen kann. Denn es sind häufig die gleichen Schwierigkeiten und Fragen, die HIV-Positive nach einer Diagnose beschäftigen: viele haben Angst vor Krankheit und Tod, vor dem beruflichen Aus und vor Abgrenzung.

Sie fragen sich, wie sie ihrer Familie und Freunden von der Infektion erzählen können und ob sie auch bei der Arbeit offen mit ihr umgehen sollten. Der Buddy kann durch seine Erfahrungen und sein Wissen solche Fragen klären, wertvolle Hilfestellungen geben und den Betroffenen neue Perspektiven für ein Leben mit HIV aufzeigen. Alle Buddys unterliegen natürlich der Schweigepflicht, absolute Vertraulichkeit ist garantiert.

Suchen Sie einen Buddy in Ihrer Stadt oder möchten selbst einer werden finden Sie weitere Informationen zu dem Projekt auf der Website www.sprungbrett.hiv.

Quelle: Aidshilfe, www.sprungbrett.hiv.(js)